Der peruanische Weg

Hintergrund



Die drei Welten

Für die Q'ero existiert die Welt auf drei verschiedenen Ebenen. Diesen Ebenen sind jeweils bestimmte energetische Zustände, Regionen und Symbole zugeordnet.

  • Andendie obere Welt, hanaq pacha
    leichte Energie, den Kondor, die Hochanden, die Sterne
  • Limadie mittlere Welt, kay pacha
    die Welt, in der wir leben, leichte und schwere Energie, der Puma, das Küstengebiet, Pilze
  • Dschungeldie untere Welt, ukhu pacha
    schwere Energie, die Schlange, der Urwald, Ayahuasca
Die linke und die rechte Seite

Die rechte Seite, pana, ist domestiziert - der Hund. Sie ist kulturell geprägt und folgt der Logik des Verstandes. Mit ihr bewältigen wir unseren Alltag und unsere Steuererklärung

Die linke Seite, lloq´e, ist voll von undomestierter Energie - der Wolf. Hier finden wir Magie, das große Mysterium und die Logik des Herzens. Sie führt uns zum Sinn unseres Lebens.

Die drei Stadien der Begegnung

Die peruanische Kosmologie unterscheidet drei Phasen, die eine gesunde menschliche Beziehung ausmachen.

  • MädchenTinkuy bezeichnet das erste Aufeinandertreffen. Wenn wir dieser ersten Begegnung die angemessene Bedeutung gewähren und unseren Energiefeldern gestatten, einander zu durchdringen, kreieren wir ein Geflecht unserer leuchtenden Fäden – ein Tinkuy.
  • KampfTupay die zweite Stufe, besteht aus der Konfrontation der Energiefelder, in welcher jeder den Qualitäten und der Kraft des anderen begegnet. Hier werden Unterschiede und Entwicklungsmöglichkeiten erkennbar.
  • JungenTaq'e ist die anschließende Verbindung und Kommunikation der Energiefäden. Derjenige, dessen Fähigkeiten sich während der Phase des tupay als überlegen erwiesen haben, bemüht sich, den anderen ebendiese Fähigkeiten zu lehren.
  • Ayni
    Ayni beschreibt das Prinzip der gegenseitigen Wechselbeziehung. Nehme ich etwas, so gebe ich auch etwas, um das harmonische Gleichgewicht zu erhalten. So wird im Geiste von ayni stets ein kleiner Teil von Speisen und Getränken auf die Erde geschüttet, als symbolischer Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber pachamama, der großen Mutter Erde. Auch in der andinen Heilkunde spielt das Konzept von ayni eine große Rolle: Krankheit entsteht, wo die harmonische Wechselbeziehung zwischen den Lebewesen – einschließlich pachamama – gestört wurde. Heilung wird herbeigeführt, indem die Beziehung einen harmonischen Ausgleich erfährt. Heilen bedeutet also, den Fluss der Energie wieder ermöglichen, körperlich und geistig.



  • Die drei Aspekte des Menschen
    Yachay: Kopf, Verstand, Geist, Wissen
    Munay: Herz. Liebe und Wille, Weisheit, Intuition; Liebe projizieren
    Llankay: Körper, Materie, Handeln
    Die drei Formen der Energie

  • Samiy: die leichte, lichte Verbindung zur oberen Welt Hanaq Pacha.
    Saiwa: die starke, kraftvolle Verbindung zur unteren Welt und zu Pacha Mama.
    Jucha [Hutscha]: schwere Energie, stagnierend
    Jucha ist nicht in dem Sinne negativ, nur ihre Auswirkungen sind es. Auch sind die Beschreibungen nicht absolut, sondern sie sind relativ zu verstehen. Man kann sich das Ganze wie ein Feld vorstellen. Je "höher" die Energie, desto hochfrequenter. Je nachdem, wo man sich selbst befindet in diesem Feld, wirkt es anders.

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